Wie institutionelle Investoren ihre gemischten Portfolios auf die erhöhte Inflation einstellen können

Aus der Balance

Die steigende Inflation bringt Aktien-Renten-Portfolios aus dem Gleichgewicht. Der Ertrag sinkt, das Risiko steigt, weil die Volatilität und die Korrelation von Aktien- und Rentenanlagen zunehmen. Ein möglicher Lösungsansatz: Die Beimischung anderer (Sub-)Assetklassen kann Portfolios widerstandsfähiger machen.

Die Finanzmärkte zeichnen sich derzeit durch große Volatilität aus. Mit Unsicherheit gehen starke Schwankungen einher. Schon die Corona-Pandemie hat für hohe wirtschaftliche Einbußen und beginnend ab etwa November 2020 für eine Rückkehr der Inflation gesorgt. Welche ökonomischen Wirkungen die russische Invasion haben wird, lässt sich derzeit noch nicht vollends absehen. Sicher ist, dass der Krieg und die Sanktionen gegen Russland die Weltwirtschaft belasten und die ökonomische Unsicherheit erhöhen. Kurzfristig steigen vor allem (erneut) die Preise von Energie- und anderen Rohstoffen, was die ohnehin hohe Teuerungsrate weiter anfacht.

Für Investoren ist die gestiegene Inflation von hoher Relevanz. Seit Jahresbeginn haben sich in Mischportfolios sowohl auf der Aktien- als auch auf der Rentenseite Verluste ergeben: Bei Anleihen sorgten die gestiegenen Zinserwartungen für fallende Kurse, die Bewertungen von Aktien gerieten wegen der steigenden Anleiherenditen unter Druck. Entsprechend war die Korrelation zwischen den Assetklassen sehr hoch, es gab in reinen Aktien-Renten-Portfolios kaum Diversifikation und die Schwankungsbreite (Volatilität) legte zu. Mischportfolios gerieten wegen veränderter Rendite- und Risikoeigenschaften aus der Balance.

Zwar gehen wir davon aus, dass sich die derzeit sehr hohe Inflation im Laufe des Jahres 2022 wieder etwas beruhigen wird. Einen Rückgang der Teuerung auf ein Niveau nachhaltig unter zwei Prozent wie in der Zeit zwischen der Finanzkrise und der Corona-Pandemie erachten wir aber als sehr unwahrscheinlich. Vieles spricht dafür, dass der Krieg den Übergang in eine neue Normalität und damit auch ein neues Inflationsregime weiter beschleunigt. Wir erwarten strukturell Teuerungsraten oberhalb der Zwei-Prozent-Marke und halten Phasen mit einem kurzzeitigen Überschießen der Inflation – so wie derzeit – für wahrscheinlicher als ein Unterschießen.

In diesem Paper diskutieren wir, wie institutionelle Investoren ihre Mischportfolios auf eine strukturell höhere Inflation einstellen und sie gegen temporäre Inflationsspitzen absichern können. Kurzum: Wie können Portfolios wieder in die Balance kommen?

In unserer Studie beschäftigen wir uns konkret mit folgenden Fragestellungen:

  • Wie haben unterschiedliche Assetklassen und Mischportfolios in verschiedenen Inflationsregimes historisch performt?

  • Wie hat sich die Teuerungsrate auf Volatilität und Korrelationseigenschaften von Assetklassen ausgewirkt?

  • Was bedeutet Inflation für die Diversifikation von gemischten Portfolios?

  • Mit welchen (Sub-)Assetklassen können Investoren ihre Mischportfolios wieder in die Balance bringen?

Laden Sie hier die Studie herunter